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DiGA Nr. 13

May 5, 2021

BRAINWAVE INSIGHTS

Zuwachs bei den DiGAs: Digitale Lösungen in der Onkologie

Vor zwei Wochen haben wir für Euch ein Zwischenfazit zur DiGA gezogen. Seitdem hat der europäische Digital-Health-Markt nicht nur Fundingsummen in Rekordhöhe verzeichnet, sondern auch seit dieser Woche mit CANKADO neuen Zuwachs im DiGA-Verzeichnis des BfArM erhalten. Damit ist neben der Mika-App die zweite Anwendung im onkologischen Bereich zugelassen.

CANKADO - PROMs in der Onkologie

CANKADO startete ursprünglich als reines Forschungsprojekt, doch durch die Zusammenarbeit mit Patient:innen, Ärzt:innen und Kliniken wurde daraus ein führendes System zur Unterstützung personalisierter Krebsbehandlungen. Ziel ist es die Diagnose, Verfolgung, Überwachung und Vernetzung von Patient:innen durch die Dokumentation elektronischer Patientenberichte (ePRO) zu erleichtern.

Mika - Digitaler Therapie-Assistent

Mika unterstützt Krebspatient:innen bei ihrer Behandlung mit Informationen und einer personalisierten Therapiebegleitung. Über eine App finden Patient:innen praktische Tipps und Expertenwissen zu allen Themenfeldern, die bei einer Tumorerkrankung wichtig sind. Zusammen mit führenden Onkolog:innen, Psychoonkolog:innen und Krebsforscher:innen an der Charité und weiteren Einrichtungen hat Mika Empfehlungen zur Förderung der Gesundheit und Lebensqualität entwickelt. Mit täglichen Check-Ups, Expertenwissen aus einer Hand und Übungen für die mentale Gesundheit begleitet die Mika-App Krebs-Patient:innen über ihre gesamte Behandlung.

Warum sind DiGAs in der Onkologie so nützlich?

Gerade im Bereich der chronischen Krankheiten und somit auch bei Krebserkrankungen gibt es viele sinnvolle Anwendungsgebiete digitaler Lösungen: Apps können in vielen Momenten Begleitung anbieten wo derzeit Angst, Unsicherheit oder Informationslücken entstehen.

Oft dauert es Wochen, bis Betroffene nach einer Diagnose mit Fachärzten sprechen können oder zum Beispiel eine psychoonkologische Betreuung startet. Hier können Apps direkt nach einer belastenden Diagnose den Schock oder die Angst abmildern indem sie passgenaue und qualifizierte Informationen zur weiteren Behandlung oder den nächsten Schritten bieten. Dies gilt auch während der Behandlung: so können App-Assistenten individuelle Information zum möglichen Therapieverlauf liefern. So wird die Suche nach relevanten Informationen vereinfacht, Ängste werden genommen und Transparenz geschaffen. Neben der ohnehin schon beschwerlichen Therapie kommen häufig auch psycho-soziale Herausforderungen, mit denen Patient:innen umgehen müssen. Gerade inmitten einer Pandemie können hier digitale Selbsthilfegruppen, Sport- und Bewegungsangebote eine wichtige Stütze bieten. Nicht zuletzt sind Sport und Ernährung langfristig wichtige Faktoren, um das Risiko einer Neuerkrankung zu verringern. Überall dort können digitale Helfer die Lebensqualität der Nutzer:innen verbessern.

Wir finden das Thema "Digitale Lösungen im onkologischen Bereich" so spannend, dass wir Ende dieser Woche ein Brainwave Special dazu veröffentlichen werden. Ihr könnt Euch wie gewohnt auf Insights, eine Startup Landscape und Beiträgen zu führenden Startups freuen.

REGULARIEN

Im Bundestag wird heute das dritte Digitalisierungsgesetz beschlossen
Die Koalitionsfraktion hat die vorgelegten Formulierungshilfen für das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) aufgegriffen und ergänzte unter anderem ein erweitertes Makelverbot für eRezepte. Heute findet die abschließende Bundestagsberatung statt. Mehr

Die gematik stellt neues Aussehen für WANDA vor
Den Look von WANDA (Weitere Anwendungen für den Datenaustausch) als Teil der TI stellte die gematik Anfang der Woche vor. Neben der ePA, dem eRezept und KIM, ist WANDA die wahrscheinlich noch unbekannteste Anwendung innerhalb der TI. Angebote von Drittanbietern (z.B. aus der Gesundheitsforschung oder Industrie) können als „Weitere Anwendung“ die Telematikinfrastruktur als primäre Plattform für einen sicheren Datenaustausch nutzen. Mehr

PICK OF THE WEEK

Healthcare Innovations Podcast mit Toralf Schnell, CDO der Universitätsmedizin Greifswald zum Thema: "Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) Best Practice"

In dieser Sonderfolge des Podcasts für Entrepreneurship und Innovation im Gesundheitswesen von Tobias Krick, hört Ihr einen Ausschnitt der Veranstaltung des KHZG Konsortiums. Während der Veranstaltung hat unter anderem Toralf Schnell, Chief Digital Officer der Universitätsmedizin Greifswald, einen Vortrag zum Thema "KHZG Best Practice" gehalten. In seinem 20-minütigen Vortrag erklärt er die Herangehensweise der Universitätsklinik Greifswald bei der Beantragung im Rahmen des KHZGs. Welche Voraussetzungen mussten erfüllt werden und welche Herausforderungen haben sich gestellt? Als Schlüsselthemen für das KHZG kristallisieren sich aus diesem Vortrag die Investitionsplanung, die Bedarfsmeldung, Fördertatbestände und die Entwicklung eines geeigneten Zeitplans heraus.

Happy Listening!

Den gesamten Newsletter mit Presseschau und einem Überblick der Finanzierungsrunden im Digital Health Startup Markt findest Du hier
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