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Die Gesundheitstracker der Zukunft

September 9, 2020

BRAINWAVE INSIGHTS

Die Wearables der Zukunft - Fitness-Tracker war gestern

In den letzten zwei Wochen launchten gleich zwei Tech-Giganten ihre neuen Wearables - und nein es geht nicht um Fitbit oder Apple!

Der smarte Gesundheitscoach

Withings kündigte den Verkaufsstart ihrer Hybrid-Smartwatch - aka. "Scanwatch" an. Das besondere? Sie ist der erste Tracker nach der Apple Watch, welcher eine funktionierende EKG-Funktion beinhaltet. Andere Anbieter kündigten diese Funktion längst an, aber es fehlt noch an der Realisierung. Ein optischer Herzfrequenzsensor rückt den Puls des Nutzers in die unmittelbare Wahrnehmung. So sollen Unregelmäßigkeiten schneller auffallen und der Nutzer mit Hilfe eines Früherkennungssystems rechtzeitig ein EKG vorgeschlagen bekommen. Auch das Thema Schlaf rückt immer stärker in den Fokus der Tech-Firmen. Demnach soll neben der inzwischen gängigen Schlafphasenüberwachung auch bald eine Apnoe-Erkennung zur Grundausstattung gehören. Atemstörungen kann das Gerät schon heute erkennen, in dem es über einen Algorithmus den Sauerstoffgehalt im Blut, die Herz- und Atemfrequenz sowie die Bewegung analysiert. Die Scanwatch ist gefüllt mit technologischer Intelligenz und weit mehr als eine hübsche Armbanduhr oder ein Fitness-Tracker. Eine Notfallerkennung und Prävention rücken damit immer stärker in unseren Alltag!

Der Gefühlsversteher

Vor einem Jahr rätselte die Welt noch darüber was Amazon wohl damit meinte, als sie verkündeten an einem Gerät zu arbeiten, welches Gefühle lesen kann. Letzte Woche antwortete Amazon mit "Halo" und leistet den Markteintritt mit dem gleichnamigen Gesundheitstracker. Natürlich deckt Halo alle gängigen Fitness-Kennzahlen (Puls, Schrittanzahl, Temperatur, etc.) ab. Doch der Differenzierungsfaktor von Amazon ist raffiniert, denn er zielt auf unsere Gefühlslage ab. Ein Ansatz den kein anderer Wettbewerber bisher so prominent in Anspruch genommen hat. Anhand von zusätzlich verbauten Mikrofonen wird die Stimmhöhe, der Sprechrhythmus sowie das Sprechtempo analysiert. Diese Daten geben dann Rückschlüsse auf die Stimmungslage des Nutzers und die Software erstellt im Zeitverlauf ein „Gefühlstagebuch". Zusätzlich überrascht Halo mit einer Bodyscan-Funktion: über die dazugehörige App macht der Nutzer Fotos des eigenen Körpers und bekommt mit Hilfe von 3D-Bildanalyse seinen Körperfettanteil ausgerechnet.

Für uns ist klar: Fitness-Tracking ist offiziell vorbei. Amazon hat es wieder geschafft sich von der Konkurrenz abzuheben. Die Gefühle ihrer Kunden zu verstehen, zahlt wie gewohnt, in die Strategie und höchste Priorität von Amazon ein: die Kundenzufriedenheit zu erhöhen! Gleichzeitig sind wir uns nicht sicher, ob das eine gute oder schlechte Entwicklung ist. Gefühle zu verstehen und ggf. zu manipulieren bringt eine tiefe ethische Diskussion auf den Tisch.

REGULARIEN

BMG und Bundesdatenschützer streiten um ePA

Nachdem sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber zu Regelungen der elektronischen Patientenakte (ePA) im Patientendaten-Schutzgesetzt (PDSG) kritisch äußerte, hat sich nun das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in einer Stellungnahme dazu geäußert. Das BMG äußerte sich dahingehend, dass es die Auffassung des Bundesdatenschützers nicht teilt. Mehr

AOK-Tochter gevko und RISE kündigen Kooperation für eAU an

Zwar müssen die Krankenversicherungen elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) ab dem 1. Januar 2021 annehmen, Ärzte haben dafür nach einer aktuellen Übergangslösung Zeit bis zum 1. Juli oder sogar 1. Oktober 2021. Damit dabei alles glatt läuft haben der Anbieter von TI-Konnektoren RISE und die AOK-Tochter gevko eine Kooperationsvereinbarung für einen Feldtest in Nordrhein angekündigt. Mehr

PICK OF THE WEEK

HIMSS Report "Data Analytics in Healthcare" - Implementierung von KI für Datenanalysen im Gesundheitsbereich

• Etwa 53% der Ressourcen für eine Datenanalyse werden für klinische Anwendungsfälle verwendet
• 47% hingegen werden für die Back-Office-Variante eingesetzt

Top Bereiche, die von der Implementierung von KI unmittelbar profitieren

Haupthindernisse für die effektive Anwendung von Daten zur Vorhersage von Trends und/oder Handlungsvorschlägen: 


1. Arbeiten mit großen Mengen unstrukturierter Daten
2. Erfassen, Zugriff auf und Integrieren von Daten aus unterschiedlichen Quellen
3. Schwierigkeiten bei der Kompetenzverbesserung der Mitarbeiter, um komplexe Datenanalyseanforderungen zu erfüllen

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